Rovtkay Lajos

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# Cím Abstract Folyóirat Oldalszám
A rgizene magyarorszgi prftja : emlksorok Hammerschlag Jnos (1885-1954) hallnak tvenedik vforduljra abs.
Prophet der Alten Musik in Ungarn
Zum fnfzigsten Todesjahr von Jnos Hammerschlag (1885-1954)
Lajos Rovtkay

Janos Hammerschlag ist 1885 in Weinberge bei Prag geboren. Er studierte an der Budapester Musikakademie Komposition bei Hans Koessler und Orgel bei Antalffy-Zsiross Dezs. Noch bevor er der fhrende Alte-Musik-Spezialist Ungarns wurde, debtierte er ab 1910 als Komponist und vielbeachteter Orgelsolist und war zwischen 1914 und 1919 einflussreicher Musikkritiker des deutschsprachigen Budapester Tageblatts Pester Lloyd. Ab 1919 bis zu seinem Tode war Hammerschlag Lehrer am Nationalkonservatorium (Nemzeti Zenede, seit 1949 Bartk Bla Zenemvszeti Szakiskola), bis 1943 fr Komposition, Musikgeschichte und Chorgesang und ab 1945 fr Orgel. Als Leiter des Konservatorium-Chors und der daraus gebildeten Budapester Motetten- und Madrigalgesellschaft war Hammerschlag seit den frhen 20-er Jahren Pionier der ffentlichen Propagierung der Vokalpolyphonie des 16. Jahrhunderts in Ungarn, aber auch der Werke von Schtz und Purcell. Dabei erstrebte er einen deklamatorisch-dynamisch uerst nancierenden Vortragstil, der weit in die Zukunft wies. Daneben bettigte er sich weiterhin als Musikpublizist und Musikschriftsteller. Hammerschlags ausgesprochen idealistisch-expressionistisch geprgter Musikerhabitus war relativ unabhngig und immun gegenber Beschrnkungen durch unzulngliche Instrumente und widerstrebte gleichzeitig jeglicher Schematik. Seine umfangreichen Forschungen auf dem Gebiet der musikalischen Ornamentik knnen auch auf seinen Drang nach expressiver Vortragsschattierung zurckgefhrt werden. Als Orgellehrer erwies sich Hammerschlag mit seiner leidenschaftlichen Forderung nach detaillierter Artikulation und agogischer Expressivitt aber auch mit seiner hohen musikalischen Bildung und stets suchenden musikalischen Spiritualitt vollends als prophetische Gestalt der Alten-Musik-Praxis fr Ungarn und darber hinaus.
2004., 42. évf. 2. szám 185. - 202.o
Battaglia s npdal : expedci a 17. szzadi hangszeres zene egy ismeretlen terletre ungaresca-exkurzussal abs.
Battaglia and Folksong
An Expedition into an Unknown Area of 17th-Century Instrumental Music – with an Excursion into “Ungaresca”
Lajos Rovtkay

The prototype of the kind of battle scene or battaglia characteristic of Renaissance and baroque music was the four-part chanson La Guerre by Clement Janequin, published in 1528. The special arsenal of musical resources used for this remained the determining factor in the battaglia up to the end of the baroque period. As early as from 1550 onwards, the stylistic features of the battaglia infiltrated the most diverse musical genres, and at the same time certain popular songs began to be adapted into battaglie and works bearing the stylistic marks of the battaglia. (Other links between the popular songs “Girometta” and “Franceschina” revealaled by W. Kirkendale.) Up till now not any research has at most merely touched upon the practice of song-to-battaglia adaptation. The present study analyzes the reasons for this adaptation and the methods used. It establishes that one method, involving a structurally integrated arrangement of the tune of “Franceschina”, bears witness to a high standard of motivic development and also the relevance of the battaglia as “absolute music”. The study also calls attention to the historical aspects of the battaglia style, particularly with reference to the “fixed harmonic space.” In connection with the “ungaresca” adaptation of two examples of the battaglia, the identity of the “ungaresca” melody will require to be examined from new points of view. Comparison of this and other - in some cases new - “ungaresca” finds leads to the conclusion that the “ungaresca” proper (similarly to the heyduck-dances) was always an “authentic” melody moving above a fixed ground-note. Mainerio's well-known “Ungaresca” (1578), with its “plagal” first phrase, can thus be regarded as an individual - undoubtedly brilliant - solution, with little contemporary dissemination or relevance.
2010., 48. évf. 2. szám 121. - 148.o
Grdonyi Zoltn – Emlkek s reflexik - 2006., 44. évf. 3. szám 251. - 254.o
Georg Joseph Werner (1693-1766) g-moll Requiemjnek rejtett zenete : adalkok a 18. szzadi bcsi zenei nyelv jravizsglathoz abs.
Die verborgene Botschaft des g-moll-Requiems von Gregor Joseph Werner (1693-1766)
Ein Beitrag zur Neuuntersuchung des Musikstils in Wien im 18. Jahrhundert.
Lajos Rovtkay

Das Requiem in g-moll von G. J. Werner – Amtsvorgnger J. Haydns am Esterhzyschen Hof – ist wohl die einzige Komposition innerhalb des reichen Schaffens des Meisters, die fremdes musikalisches Material verwendet. Das liturgisch irregulr aufgebaute Werk (ohne Graduale, Tractus, Offertorium und Sequenz, dafr aber mit Teilen aus dem Totenoffizium), gliedert sich nach Herkunft der Musik in 12 Abschnitte. Die Ungeradzahligen sind von Werner komponiert, die Geradzahligen adaptieren das Material der ersten beiden Madrigale von Antonio Caldara (1670-1736, Vizekapellmeister am Wiener Kaiserhof) aus dessen Madrigalzyklus von 1731-32 – ein Tatbestand, der bis jetzt unerkannt blieb. Die Untersuchung der uerst sorgfltigen Einrichtung des durch Kontrafakturen durchsetzten Werkes lsst erkennen, dass es sich in Werners g-moll-Requiem um ein bekenntnishaftes musikalisches Epitaph handelt, in dem der Komponist seine musikalische Identitt als persnlicher Schler Caldaras verschlsselt kundtut. (Das im autographen Stimmensatz unikat berlieferte Requiem zeigt spte Schriftzge aus der Zeit um 1760/62).
Werners im Allgemeinen unerkannte enge stilistische Verwandtschaft mit Caldara wird durch die Entrtselung des g-moll-Requiems zustzlich bekrftigt und ins Blickfeld gerckt. Damit fllt neues Licht auch auf Caldaras ebenfalls zu wenig beachtete Bedeutung fr die Musikentwicklung in sterreich und insbesondere in Wien.
2005., 43. évf. 4. szám 405. - 433.o